Lebensraum

No Pool, No Minibar – City Plaza Hotel

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Im Herzen von Athen, das beste Hotel der Welt – no pool , no minibar © Lena Wöhler
Mehr als 200 Kinder aus unterschiedlichen Herkunftsländern haben im City Plaza einen sicheren Ort gefunden. © Lena Wöhler

Trotz der harten Sparmaßnahmen der EU, der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit und der angedrohten Räumung bietet das CITY PLAZA HOTEL in Athen 400 Geflüchteten die Möglichkeit eines selbstbestimmten Lebens.
Bewohner*innen und Freiwillige aus vielen Ländern kommen in Solidarität und zivilem Ungehorsam zusammen. Gemeinsam erledigen sie die täglich anfallenden Aufgaben, wie Putzen, Kochen und Kinderbetreuung – die Aufrechterhaltung des Alltagslebens. Ohne auch nur einen Cent staatlicher Finanzierung erproben die Bewohnerinnen hier die Vision einer Zukunft ohne menschenunwürdige Flüchtlings- und Auffanglager.

Hintergrund: Durch die Sparpolitik in der Folge der Finanzkrise von 2008/9 wurde der griechische Sozialstaat zunehmend abgebaut und die Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge vorangetrieben. Menschen verloren ihre Arbeit, Wohnung und soziale Sicherheit. Vor diesem Hintergrund schien das Land besonders schlecht gerüstet für den Zustrom Hunderttausender geflüchteter, die seit 2015 nach Griechenland kamen. Als dann mit dem EU-Türkei-Abkommen 2016 die Balkanroute geschlossen wurde, saßen mehr als 60.000 Menschen in Griechenland fest. Aktivist*innen der Flüchtlingshilfe besetzten ein leer stehendes Hotel im Herzen von Athen. Sie machten aus dem Gebäude ein starkes Beispiel der Solidarität.

In den 126 Zimmern des Hotels sind rund 100 Familien untergebracht und Helfer*innen. Bei wöchentlichen Versammlungen sprechen Geflüchtete und Freiwilligen gemeinsam über Probleme und treffen demokratische Entscheidungen. Das Leben im CITY PLAZA beruht auf dem Konzept der Selbstverwaltung. Jeder, der dazu in der Lage ist, übernimmt für mindestens eine Schichtpro Woche notwendige Aufgaben. Durch die aktive Beteiligung am gemeinschaftlichen Leben sind die Geflüchteten nicht längen passive Unterstützungsempfänger*innen, sondern werden selbst zu Gestalter*innen ihres Lebens. Als direktes Ergebnis gibt es im Hotel eine Cafeteria, ein Gesundheitszentrum, einen Raum für Frauen, einen Spielplatz, eine Bibliothek, Kulturprogramme und Sprachkurse.

Hintergrund

Was sind Gemeingüter

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… Gemeingüter sind keine bestimmten Gegenstände. Sie sind weder etwas, das einfach da draußen existiert, noch sind sie etwas, das – objektiv gesehen – bestimmten Dingen innewohnt. Sie sind eine Beziehung. Sie sind eine Beziehung zwischen Menschen und den von ihnen als essentiell für ihre Existenz beschriebenen Bedingungen. Gemeingüter drücken also eine Beziehung aus und definieren diese zugleich…

… Wasser ist zum Beispiel eine physikalische Verbindung, die von Chemiker*innen analysiert werden kann. Gleichzeitig muss Wasser als Gemeingut durch diejenige Gesellschaft anerkannt werden, die es benötigt, seine Nutzung reguliert und seine Verfügbarkeit für alle sicherstellt. Das Gemeingut Wasser ist mehr eine soziale Beziehung als ein reines Objekt…

Stavros Stravrides, Architekt, Aktivist und Professor für Architectual Design and Theory, National Technical University in Athen

Hintergrund

Gleichmacherei – nein

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Die Kunst des Zusammentuns ist ein Prozess der Aushandlung von Unterschieden und Konflikten zwischen Individuum, Gemeinschaft und Gesellschaft. Ein Prozess der räumlichen Abstimmung der Beziehungen zwischen Produktion und Reproduktion, Eigentum und Zugang zu Ressourcen. Ein Prozess, in dem Solidaritätsnetzwerke geknüpft und die individuellen und kollektiven Rechte neu definiert werden.

Das Filmprojekt stellt die vorherrschenden sozialen, wirtschaftlichen und politischen Strukturen in Frage und sucht nach neuen Formen einer kollektiven und doch pluralistischen Governance (Führung).

HOMO COMMUNIS möchte ein Netzwerk der Ideen spinnen für ein solidarisches und emanzipatorisches Gemeinschaffen, in dem das Individuum in der Gemeinschaft nicht gleichschaltet ist. Sondern das Einzigartige, das Andersartige und das Besondere wird zur entscheidenden Qualität des Miteinanders.

Lebensmittel

Foodsharing

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Seit 2012 rettet die foodsharing-Bewegung täglich tonnenweise gute Lebensmittel vor dem Müll. Sie verteilen sie ehrenamtlich und kostenfrei im Bekanntenkreis, der Nachbarschaft, in Obdachlosenheimen, Schulen, Kindergärten und über die Plattform foodsharing.de. Öffentlich zugängliche Regale und Kühlschränke, sog. „Fair-Teiler“, stehen allen zur Verfügung. Hunderttausende Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen regelmäßig die Internetplattform nach dem Motto: „Teile Lebensmittel, anstatt sie wegzuwerfen!“. Inzwischen engagieren sich darüber hinaus zehntausende Menschen ehrenamtlich als Foodsaver*innen, indem sie überproduzierte Lebensmittel von Bäckereien, Supermärkten, Kantinen und Großhändlern abholen und verteilen.

Rettet mit. Wo und wie das geht: https://foodsharing.de/

Unterstützen

Aufruf zur Unterstützung

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Wir sind davon überzeugt, dass unser Film gemacht werden muss

HOMO COMMUNIS – WIR für Alle  

Helfen Sie mit, dass ein Film entsteht, der Menschen zeigt, die ihre Vision von Kooperation und Teilen leben. Orte gemeinschaftlichen Tuns – jenseits von Markt und Staat – stehen im Mittelpunkt. HOMO COMMUNIS erzählt von stabilen, sozialen Beziehungen, einem verlässliches Miteinander in Arbeit und Leben und einem Teilen der Ressourcen.

Und was muss sich ändern? Brauchen wir bloß mehr Aufschwung, mehr Wirtschaftswachstum, mehr Sicherheit, mehr Mobilität, schnellere Datenautobahnen, mehr Bildung, mehr Profit, mehr Reichtum, mehr Automatisierung und Künstliche Intelligenz? Es hat den Anschein, als ob sich die gesellschaftliche Entwicklung auf einem toten Gleis befindet. Und da ist keine Ideologie, keine Religion und kein System in Sicht, das einen hoffnungsvollen Ausweg böte? Aber wer soll das ändern können? WIR. Wir können einen anderen Weg einschlagen. Überall auf der Welt haben sich schon Gruppen und Gemeinschaften gebildet, die neue Wege erproben. Hier will unser Projekt ansetzen und Mut machen. Immer mehr Pflanzen eines anderen Umgangs mit dem Leben haben längst zu sprießen begonnen.

Der Film HOMO COMMUNIS zeigt einen möglichen Paradigmenwechsel. Wir begleiten Menschen, die neue Kommunikationsformen, Produktionsweisen und Regeln entwickeln, weg von Hyper-Konsum, Hyper-Individualismus und Umweltzerstörung. Wir entdecken mit unseren Protagonisten alte und neue Modelle des Teilens, der Kooperation und des Zusammenlebens:

Der Film vermittelt keine Ideologien, keine Patentlösungen oder den Eindruck, zu wissen, wo es in Zukunft langgehen wird. Der Film lädt ein, die Welt mit Gemeinschafts-Augen zu sehen und aktiv zu werden.

HOMO COMMUNIS wird von vielen finanziert, die ihn sehen und zeigen möchten.

Deshalb rufen wir auf: Helfen Sie mit, dass dieser Film zustande kommt.

Finanzierungszeitraum:     15.01.2019 – 31.12.2019
Realisierungszeitraum:      März 2019 – Mai 2020
Fundingziel:                   30.000,- €

Aktueller Spendenstand (07.07.2019): 15.880,-€

Zahlungen bitte auf das Konto:
Empfänger:
Vision Wir e.V.
GLS Bank,
IBAN: DE11 4306 0967 4128 6834 00
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: HOMO COMMUNIS

Vision Wir e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Die Spenden für HOMO COMMUNIS sind steuerlich absetzbar. Auf Wunsch können Spendenquittungen ausgestellt werden.

Infos zu Vision Wir e.V.

Für Fragen und Anregungen stehen wir zur Verfügung. info@visionwir.de Für alle Interessierten wird ab dem 15. Juli ein Newsletter eingerichtet sein , in dem wir über Aktuelles zum Projekt berichten.

Die Grundkosten der Fimproduktion werden mit der großzügigen Hilfe von Stiftungen und Eigenleistungen finanziert. Das reicht aber noch nicht aus. Unsere Ziele sind:

● die Drehreisen nach Latein-Amerika (Venezula und Mexiko) zu ermöglichen
● einen Trailer produzieren
● eine internationale Fassung herstellen (mit englischen Untertiteln) für die Teilnahme an internationalen Festivals, Diskussionsforen und zur Bereitstellung für internationale Initiativen
● DCPs des Films für eine Kinoauswertung herstellen lassen
● Bildungsmaterial und eine 20-minütige Schulfassung des Films erstellen

©Carmen Eckhardt