We shut shit down!

Tanz auf den Schienen © Gerardo Milsztein

Wir begleiten Aktive von Ende Gelände zu einer Massenblockade. Tausende kommen im rheinischen Braukohlerevier zusammen, um sich für Klimagerechtigkeit stark zu machen. Sie wollen Zeichen setzen gegen den weiteren Abbau und Verbrennung von Kohle – eine der entscheidenden Ursachen für die globale Klimaerwärmung und ihre dramatischen Folgen. Angesichts der Dringlichkeit der Klimakrise halten sie es für notwendig, einen Schritt weiter zu gehen: vom öffentlichen Protest zum Zivilen Ungehorsam. Sie versuchen mit einer möglichst großen Zahl von Menschen in den rheinischen Braunkohletagebau einzudringen und dessen Infrastruktur lahmzulegen. Schienen und Tagebau zu blockieren, der Zugverkehr für die Kohlezufuhr zum Kraftwerks eingestellt werden muss und Bagger und Bandalagen stillgelegt.

Auszüge aus dem Aktionskonsens der Bewegung:

Wir werden uns ruhig und besonnen verhalten; wir gefährden keine Menschen. Wir werden mit unseren Körpern blockieren und besetzen; es ist nicht das Ziel, Infrastruktur zu zerstören oder zu beschädigen. Wir werden uns nicht von baulichen Hindernissen aufhalten lassen. Absperrungen von Polizei oder Werkschutz werden wir durch- oder umfließen. UnsereAktion wird ein Bild der Vielfalt, Kreativität und Offenheit vermitteln. UnsereAktion richtet sich nicht gegen die Arbeiter*innen von RWE, dievon RWE beauftragten Firmen oder diePolizei. Die Sicherheit der
t ei l nehmenden A k t i v i st * i nnen, der A r bei t er * i nnen und al l er B et ei l i gt en hat f ür uns ober st e Pr i or i t ät . Wir bereiten uns gut auf einen sicheren Weg zu unseren Aktionsorten vor.

Wir kommen aus verschiedenen sozialen Bewegungen und politischen Spektren. Gemeinsam übernehmen wir Verantwortung für das Gelingen der Aktion. Wir wollen eine Situation schaffen, die für alle Teilnehmenden transparent ist und in der wir aufeinander achten und uns unterstützen.
Wir sind solidarisch mit allen, dieWiderstand leisten gegen dieKlimazerstörung durch Kohlekraftwerke und gegen die sozialen und ökologischen Folgen fossiler Energieversorgung. Wir stellen uns entschieden gegen alle Versuche, den Widerstand gegen den Kohleabbau für reaktionäre oder nationalistische Ziele zu missbrauchen.

Wie sie die Vison der Aktiven von einem Sytemwandel aus? Was glauben sie, ist hierfür notwendig?